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WND JAZZ 2025: „Nesrine (FR/AL)“ / „Nik Bärtsch`s Ronin (CH)“





Nesrine (FR/AL):
Es war einmal – so beginnen Märchen auf Arabisch: Kan Ya Makan. In dieser Formel schwingt Nostalgie, ein Hauch von Zeitlosigkeit, aber auch ein Ruf zur Erinnerung. Die französisch-algerische Sängerin, Cellistin und Komponistin Nesrine greift diesen Satz auf, um ihre eigene Erzählung zu beginnen: eine musikalische Reise durch Sprachen, Welten und Klangfarben. Dazu verwebt sie ihre klassischen Wurzeln mit Jazz, Pop und nordafrikanischen Rhythmen zu einem ganz eigenen Klang.
Mit ihrem elektrischen Cello, einer Stimme voll warmer Klarheit und Texten in Arabisch, Französisch und Englisch schafft Nesrine Miniaturen von erstaunlicher Tiefe. Ihre Lieder handeln von Heimaten und Aufbrüchen, von Wind in der Wüste und Lichtern in der Nacht. Mal flüstert sie, mal ruft sie – immer mit innerer Dringlichkeit, aber nie laut.
Die Musik ist wie sie selbst: grenzenlos. Arabische Rhythmen und spanische Gitarren treffen auf klassisches Cello und jazzige Harmonien. Nesrine kombiniert ihr elektrisches Cello mit Stimme, Gitarre, Percussion und elektronischen Elementen. Die Arrangements bleiben dabei bewusst reduziert und klar – sie lassen Raum für Texte und für Emotionen. Ihr Cello ist dabei mehr als ein Begleitinstrument: Es singt, rhythmisiert, erzeugt Klangflächen – und wird so zur zweiten Stimme. Kein Song gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle dieselbe Handschrift – intim, poetisch, voller Licht. „Ya Lil“, das nächtliche Wiegenlied, leuchtet sanft wie ein Stern. „Dunia“ beschwört das Chaos des Lebens – und die Kraft, darin aufrecht zu bleiben.
Nesrine – Lead Vocal & Electric Cello
Anissa Nehari – Percussion & Backing vocal
Léo Jassef – Keyboards & Backing vocal
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Nik Bärtsch`s Ronin (CH): Ritual Groove Music
Nik Bärtsch’s Ronin ist ein Ensemble, das seit Jahren für eine einzigartige Verbindung aus Minimalismus, Jazz, Funk und fernöstlicher Philosophie steht. Die Band folgt einer klaren musikalischen Idee: Reduktion, Präzision und Groove. Die Kompositionen – sogenannte „Module“ – bestehen aus wiederkehrenden, subtil variierten Mustern, die sich organisch entwickeln und eine starke, tranceartige Sogwirkung entfalten.
Trotz ihrer strukturellen Strenge bleibt Ronins Musik lebendig und sinnlich. Der Sound ist geprägt von komplexen rhythmischen Schichtungen, feinen Klangfarben und einer kollektiven Energie, die sich zwischen meditativer Tiefe und funkbasierter Dynamik bewegt. Nik Bärtsch bezeichnet diesen Stil treffend als „Ritual Groove Music“: Musik als klangliches Ritual, das Körper, Geist und Raum verbindet. Ronin agiert wie ein kollektives Bewusstsein: Jeder Musiker ist eigenständig und zugleich eng mit dem Gesamtklang verwoben – wie ein Organismus, der aus pulsierender Stille und kontrollierter Energie lebt.
Mit dem aktuellen Album „SPIN“ geht Ronin noch einen Schritt weiter: Das Ensemble verdichtet seinen charakteristischen Sound und verfeinert die klangliche Sprache seiner Module. „SPIN“ steht für Bewegung, Kreislauf und Transformation – zentrale Aspekte in Bärtschs musikalischem Denken.
Nik Bärtsch – Piano, Komposition
Sha – Bass- und Kontrabassklarinette
Jeremias Keller – E-Bass
Kaspar Rast – Schlagzeug
Website: www.nikbaertsch.com
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Tickets für das Doppelkonzert kaufen: https://www.wndjazz.de/tickets/wnd-jazz-2025-nesrine-nik-baertsch-ronin/
